Heute kenne ich den Zielort mit seinem Namen: Andermatt. Es hat aber keiner wissen wollen.
Zum Frühstück gibt es das erste Käsebrot. Vorräte sind vorhanden. Der Weg holpert auf der einen Talseite, der große Sonntagsverkehr auf der anderen.
Das geht nicht lange so und ich muss mich auf der großen Durchgangsstraße einreihen. Heute führen die Schweizer ihre Schätze aus. Die Ferraris, Lotusses, Skoda Rapids röhren an dem ehrlichen Radfahrer vorbei, als ob es nie einen Klassenkampf oder eine Revolution gegeben hätte. Ich stecke mir Ohropax in die dafür vorgesehenen Öffnungen und schaue nach vorne rechts. Ich bin so viel zu früh auf dem Camping. Eine Wiese neben der Straße.
Dieses Andermatt passt jetzt zur Gesamtgemengelage. Da gibt's ein paar schöne alte Häuser, aber wo man eine Fußgängerzone vermuten könnte, lawint sich das teure Blech hindurch.
Bevor ich's vergesse. Hier ist der Anfang, der Ursprung, also die Quelle: vom Rhein. Also unser aller Rhein, hier fängt alles an. Wissen macht wow. Ansonsten ist es halt ein Bächlein.
In 5 Minuten geht die Wahl in Sachsen Anhalt zu Ende. Wenn wir stattdessen auf der Zeltwiese wählen würden, dann kämen ganz vernünftige Ergebnisse raus. Das sind lauter nette Leute. Viele Jugendliche, die mit sportlichen Bikes unmotorisiert ihr Zelt die Pässe hoch schleppen.
Zum Abendessen gibt's Käsebrot. Die Vorräte wollen nicht zu Ende gehen. Jetzt sagt ihr natürlich alle, dass ich ja wohl in Andermatt essen gehen könnte. Ja, schon, aber. Das Schnitzel für 39 Euro schmeckt mir nicht und Spaghetti für 32 Euro bekomme ich noch selber auf dem Kocher hin. Es gibt wohl auch ganz normale Preise in der Schweiz, aber nicht in der Nähe von Touristen.
Die Route auf Komoot: https://www.komoot.com/de-de/tour/3013957343